Abstraktive Relevanz ist - gemeinsam mit der apperzeptiven Ergänzung - eines der beiden Grundprinzipien eines Zeichens bei Bühler, wie er sie im Rahmen seines Organonmodells beschreibt.
Die abstraktive Relevanz benennt das, was ein Zeichen in seiner Funktion als Stellvertreter ausmacht. Gemeint ist, dass im semantischen Kontext, in dem ein Zeichen verwendet wird, "nur dies oder jenes abstrakte Moment für seinen Beruf, als Zeichen zu fungieren, relevant wird." (Bühler, Karl: Sprachtheorie. Die Darstellungsfunktion der Sprache. 1934. S. 44)
Fällt ein sprachliches Zeichen in seiner Mitteilung bzw. Ausgestaltung sehr umfangreich oder vielgestaltig aus, kann der Empfänger aus dieser Fülle den eigentlichen intendierten tatsächlich relevanten Appell abstrahieren.
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