Diskurs

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Der Diskursbegriff bei Foucault:
Unter Diskurs versteht der französische Theoretiker Michel Foucault eine Menge von verstreuten Aussagen, die in einer regulierten Praxis gebildet werden. Wo man in einer Menge von verstreuten Aussagen eine Regelmäßigkeit definieren kann, hat man es mit einer diskursiven Formation zu tun. Dabei sind mit Aussagen nicht nur verbalsprachliche Aussagen gemeint. Während nämlich die Sprachanalyse Regeln rekonstruiert nach denen ähnliche Aussagen gebildet werden können, zielt die Fragestellung die Diskursanalyse darauf ab, wie es kommt, „dass eine bestimmte Aussage erschienen ist und keine andere an ihrer Stelle“. (Foucault 1981: 42)

Aufgabe der Diskursanalyse ist die Rekonstruktion derjenigen Formationsregeln, nach denen sich die Aussagen zu Diskursen gruppieren. Die regulierende Kraft schreibt Foucault dabei verschiedenen Verknappungsmechanismen zu, welche den Raum des Sagbaren strukturieren. Dazu zählen neben diskursinternen Mechanismen auch externe Ausschließungsprozeduren, die den Zugang zum Diskurs regeln.


Zitierte Literatur:
Foucault, Michel (1981): Archäologie des Wissens. Frankfurt am Main: Suhrkamp

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