Jürgen Habermas
1.Kurzbiographie
Jürgen Habermas wurde am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geboren und wuchs in Gummersbach in einem „gutbürgerlichen“ Elternhaus auf. Die prägenden Jahre des dritten Reiches erlebte Habermas in einer relativ "angepassten" Atmosphäre. Sein Vater war Mitglied der NSDAP und er durchlebte eine mehr oder weniger "typische" Jugend für diese Zeit, inklusive Mitgliedschaft in der HJ ab dem 10. Lebensjahr und Einsatz als Fronthelfer am Westwall ab 1944. Nach dem Krieg studierte er abwechselnd seit 1949 an den Universitäten Göttingen, Zürich und Bonn. Sein breitgefächertes Interesse galt den Geisteswissenschaften, aber auch der Ökonomie. Er promovierte 1954 in Bonn und betätigte sich im Anschluss daran als freier Journalist für diverse renommierte Zeitungen. Ab 1956 studierte er dank eines Stipendiums in Frankfurt bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. Dort interessierte er sich vor allem für die Schriften seiner Lehrer aus der Vorkriegszeit der „Frankfurter Schule“. Hier lernte er auch Herbert Marcuse kennen, der ihn nachhaltig beeinflusste. Aufgrund seiner politischen Aktivitäten kam es zu Reibereien mit Horkheimer, weshalb er nicht in Frankfurt, sondern 1961 bei Wolfgang Abendroth in Marburg mit seiner Schrift „Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft“ habilitierte. Bereits im selben Jahr trat er eine Stelle als außerordentlicher Professor, vermittelt durch Hans-Georg Gadamer, in Heidelberg an. In diese Zeit fällt die Beschäftigung mit dessen Hermeneutik, der analytischen Philosophie und dem amerikanischen Pragmatismus von Pierce, Mead und Dewey. Ausserdem beteiligte er sich in der Zeit von 1963-1965 als einer der Hauptvertreter der kritischen Theorie am Positivismusstreit. Diese Phase seiner wissenschaftlichen Karriere kann als wichtige Schaffensperiode für die Grundlagen zu Habermas Auslegung der kritischen Theorie betrachtet werden. Im Jahre 1964 wurde er Max Horkheimers Nachfolger auf dem „Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie“ in Frankfurt und Entwickelte seine Theorie durch die Einführung der sog. „erkenntnisleitenden Interessen“ weiter. Er knüpfte dazu bereits in der Antrittsvorlesung an einen Aufsatz seines Vorgängers (traditionelle und kritische Theorie von Horkheimer aus dem Jahre 1937) an und verfasste später das Buch „Erkenntnis und Interesse“, welches den gleichen Titel wie seine Antrittsvorlesung trägt. Seine Rolle während der Studentenbewegung 1967/68 ist zwiespältig: Einerseits gilt er als Befürworter drastischer Reformen und Demokratisierung auf dem Bildungssektor als geistiger „Anreger“ der Bewegung, distanzierte sich allerdings, als sich die Bewegung mehr und mehr radikalisierte. 1971 wechselt er nach Starnberg, wo er bis 1981 das „Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt“ mit leitete. In dieser Zeit fand auch die Auseinandersetzung mit der Systemtheorie Niklas Luhmans statt, die einen weiteren, wichtigen Entwicklungsschritt seiner kritischen Theorie darstellt. 1980 erscheint sein Hauptwerk: „Theorie des kommunikativen Handelns“, in welchem er seine integrative Theorie ausformuliert. 1983 bis zu seiner Emeritierung 1994 leitete er erneut den Frankfurter Lehrstuhl für Philosophie. Mitte der 1980er Jahre löste Habermas den sogenannten Historikerstreit mit einem kontroversen Artikel über die Gleichsetzung des Nationalsozialismus mit dem Stalinismus aus. Habermas blieb auch nach seiner Emeritierung publizistisch und politisch aktiv und kontrovers. Er bezog unter anderem kritisch Stellung zur deutschen Wiedervereiningung, dem Kosovokrieg, in der Auseinandersetzung mit Peter Sloterdijk zur Eugenik und zur Freiheit des Menschen in Verbindung mit der Hirnforschung. Jürgen Habermas ist verheiratet und hat drei Kinder.
(Dieser Teil der Arbeit beruht auf dem biographischen Teil zu Jürgen Habermas auf wikipedia.de, aufgerufen am 04.12.2009. Er ist stark gekürzt.)
2. Die „klassische“ kritische Theorie – Horkheimer, Adorno, Marcuse
Die kritische Theorie geht auf die sogenannte „Frankfurter Schule“ unter Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse zurück. Sie entwickelten diese in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts am Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Sie griff die Ziele der frühen Aufklärer auf, die diese schon während der französischen Revolution proklamiert und formuliert hatten. Damit zielte Sie auf eine Emanzipierung des Menschen und die „Verwirklichung der Ideale der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ (Preglau 1995, S.212). Den Anstoß dazu gab die Idee, den Marxismus aus seiner Erstarrung zu befreien und die „marxistisch-leninistische Weltanschauung“ mit den Mitteln der empirischen Sozialforschung zu durchbrechen und den Marxismus anhand der Ideale der frühen Aufklärer weiterzuentwickeln und menschlicher zu gestalten. Dieses Ziel eines „empirischen Marxismus“ (ebd.) wurde jedoch nach den traumatischen Erlebnissen im Nationalsozialismus von den Beteiligten weitgehend fallengelassen. Die Ideologie des Marxismus wurde nicht weiter als erstrebenswert betrachtet und es entstand eine „’reine’ Geschichtsphilosophie“ (ebd.) die pessimistische Ansicht, insbesondere der Autoren Horkheimer und Adorno, war nun, dass nicht mehr die Ideale der französischen Revolution am Ende der Entwicklung von modernen Gesellschaften stünden, sondern eine „total verwaltete Welt“, die zum „Untergang des Individuums“ führe.
3. Die „neuere“ kritische Theorie – Habermas
Der Versuch Habermas’, die kritische Theorie zu Erneuern besteht darin, die ursprünglichen Ziele der Theorie aus den 30er Jahren wieder aufzugreifen und eine Emanzipation des Menschen anzustreben. Daher ist der Begriff „neuere“ kritische Theorie eigentlich irreführend, da es sich hier um eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Ziele der Aufklärung handelt. Habermas nutzt dafür jedoch einen radikal neuen Ansatz, der sich bewusst von der Hinwendung der kritischen Theorie zu einer reinen Geschichtsphilosophie und den empirisch-analytischen Strömungen absetzt, die besonders in den 1960er Jahren des letzten Jahrhunderts favorisiert wurden („Positivismusstreit“). Habermas stellt den „Monopolanspruch“ der empirisch-analytischen Wissenschaftsauffassung zunächst in Frage und vertritt eine philosophisch-kritische Wissenschaftsauffassung. Damit negiert er gezielt die Vorstellung, es gäbe eine rein objektiv-beobachtende Wissenschaft ohne der empirischen Wissensschaftsauffassung jedoch die Existenzberechtigung abzusprechen. Er unterstellt jeder Wissenschaftsrichtung ein, ihr eigenes, grundlegendes Interesse. Diese Interessen sind nebeneinander gleichberechtigt. Habermas identifiziert in seiner Theorie drei „erkenntnisleitende Interessen“: Erstens das „technische Erkenntnisinteresse“, welches die Manipulation der Natur zum Vorteil des Menschen zum Zweck hat. Dieses sieht er als überlebenswichtig für die Gattung Mensch an, da er, in Anlehnung an die „Mängelwesen“-Theorie Gehlens, davon ausgeht, dass der Mensch als instinktarmes Lebewesen, um überleben zu können, seine Umwelt verändern muss. Diese Manipulation der Natur ist jedoch bei der Anwendung auf den Menschen, also in den Sozialwissenschaften problematisch, denn hier würde sie dazu führen, den Menschen zu Entmündigen und die einzelnen Individuen und Gruppen nur noch als Manipulationsobjekte zu sehen. Dies würde den Zielen der kritischen Theorie wiedersprechen. Daher führt Habermas neben dem „technischen Erkenntnisinteresse“ noch zwei weitere Interessensbereiche ein. Als zweiten Bereich führt er das „praktische Erkenntnisinteresse“ an. Dabei handelt es sich um das leitende Erkenntnisinteresse der „verstehenden Wissenschaften“, insbesondere der Geisteswissenschaften. Es geht dabei um die Interpretation von Kommunikation. In den einzelnen Disziplinen (z.B. der Geschichtswissenschaft) meist in der Form von Texten, die Interpretiert werden müssen. Der „verstehende“ Wissenschaftler versucht dabei, den Sinn dieser Texte zu deuten. Es geht also nicht um die Herstellung eines reinen Ursache-Wirkungsprinzips, sondern darum, Situationen, Gemütszustände und damit Kontexte in denen der Autor steht mit in die Interpretation einzubeziehen. Das letztendliche Ziel dieser hermeneutischen Wissenschaft muss es also sein, den Forschungsgegenstand wiederspruchsfrei interpretieren zu können. Dafür benötigt der Forscher von Anfang an eine gewisse Vorstellung und ein Vorverständnis, anhand dessen er den Text interpretiert. Dieses wird dann Keisförmig immer wieder angepasst und korrigiert, bis eine wiederspruchsfreie Interpretation möglich ist. Habermas sieht dieses Interesse als genau so wichtig wie das „technische Erkenntnisinteresse“. Da der Mensch, wiederum als instinktarmes Lebewesen, keine „sozialen Verhaltensregeln“ genetisch vererbt bekommt, muss er diese erlernen um in einer sozialen Gemeinschaft überleben zu können. Die „Pflege“ und Entwicklung dieser Regeln obliegt den Geisteswissenschaften. Sie sorgen über dieses Erkenntnisinteresse dafür, dass die kulturellen Werte einer Gesellschaft erhalten werden und die Gemeinsamkeiten der Subjekte nicht verloren gehen. Damit erhalten sie die Grundlage für ein Zusammenleben der Menschen. Das dritte und letzte „Erkenntnisinteresse“, das „emanzipatorische Erkenntnisinteresse“, sorgt dafür, dass die Kommunikation möglich bleibt. Bei Kommunikationsstörungen muss es im menschlichen Interesse liegen, eine unverzerrte Kommunikationssituation, also einen „Konsens“ wieder herzustellen. Zentrales Objekt dieses Interesses muss daher das Medium der Kommunikation, die Sprache, sein. Methodisch orientiert sich Habermas dabei an der Psychoanalyse Freuds, die bei Preglau als „kritische Theorie des Subjekts“ (Preglau 1995, S.217) bezeichnet wird. Die Psychoanalyse erreicht ihr Ziel, psychologische Störungen, die als Kommunikationsstörungen zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein interpretiert werden können, zu lösen, indem die unbewussten Auslöser z.B. durch traumatische, verdrängte Kindheitserlebnisse, dem Patienten zu Bewusstsein gebracht werden, wodurch sie thematisiert und gelöst werden können. Analog dazu führt die „kritische Gesellschaftstheorie“ intersubjektive Kommunikationsstörungen auf die Interessengegensätze zwischen Herrschenden und Beherrschten zurück und will diese lösen, indem sie thematisiert und bewusst gemacht werden. Das Ziel einer verzerrungsfreien und damit „herrschaftsfreien“ Kommunikation ist nach Habermas „a priori“ Vorgegeben: „Das Interesse an Mündigkeit schwebt nicht bloß vor, es kann a priori eingesehen werden. Das, was uns aus Natur hervorhebt, ist nämlich der einzige Sachverhalt, den wir seiner Natur nach kennen können; die Sprache. Mit ihrer Struktur ist Mündigkeit für uns gesetzt. Mit dem ersten Satz ist die Intention eines allgemeinen und ungezwungenen Konsensus unmissverständlich ausgesprochen Mündigkeit ist die einzige Idee, deren wir im Sinne der philosophischen Tradition mächtig sind.“ (Habermas 1968, S.163 in: Preglau 1995 S.218). Obwohl Habermas dieses vermeintliche Axiom später abschwächt, bleibt es der Grundgedanke seiner Theorie. Damit ist das zentrale Anliegen der kritischen Theorie nach Habermas formuliert: Die Mündigkeit aller Kommunikationsteilnehmer zum Zwecke einer verzerrungsfreien (herrschaftsfreien) Kommunikation als Grundprinzip einer freien Gesellschaft. (vgl. diesen Abschnitt: Preglau 1995, S.214-218)
4. Die Theorie des kommunikativen Handelns
Die Erneuerung der kritischen Theorie und ihrer Ziele führt Habermas zu seiner Handlungstheorie die er als „kommunikatives Handeln“ bezeichnet, welche der Kern seiner Arbeit ist und letztlich die Methodik des „emanzipatorischen Erkenntnisinteresses“ darstellt. Er geht dabei Grundsätzlich von drei verschiedenen Kategorien aus, die für den Menschen wahrnehmbar sind: Erstens die objektive Welt, in der etwas „statt hat oder herbeigeführt werden kann“, zweitens die soziale Welt, die aus den Normen der Gesellschaft in der Wahrnehmung des Einzelnen besteht, hier kann also etwas „gesollt“ oder „verboten“ sein, drittens die subjektive Welt, wo diejenigen Erfahrungen und Ereignisse wahrgenommen werden, die dem Subjekt privilegiert zugänglich sind oder ihm als solche von anderen zugeschrieben werden können. Ausgehend von diesen Dimensionen kann das Subjekt drei Geltungsansprüche an seine Aussagen und die Aussagen seiner Mitmenschen stellen: Aus der objektiven Welt leitete sich der Geltungsanspruch der Wahrheit ab, aus der sozialen Welt der Anspruch der Richtigkeit und aus der subjektiven Welt der Anspruch der Wahrhaftigkeit. Innerhalb dieser Dimensionen bewegt sich nach Habermas die gesamte menschliche Kommunikation. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass, je nach Situation zwar stets ein Aspekt betont wird, jedoch alle implizit mit Angesprochen werden. „Ein Konsens kommt beispielsweise nicht zustande, wenn ein Hörer zwar die Wahrheit einer Behauptung akzeptiert, aber gleichzeitig die Wahrhaftigkeit des Sprechers oder die normative Angemessenheit einer Äußerung bezweifelt.“ (Habermas S.184). Kommunikation unter Menschen verläuft allerdings immer auch dynamisch im Hinblick auf die räumliche und zeitliche Dimension. Habermas beschreibt dieses Feld als Lebenswelt. Die Lebenswelt besteht aus den gesamten persönlichen, objektiven, subjektiven, sozialen und kulturellen Erfahrungen der Akteure. Sie ist hochdynamisch und ändert sich ständig. Analog dazu wird von Habermas die Begrenzung der Lebenswelt als „Horizont“ bezeichnet, der sich ständig verschiebt, je näher man ihm zu kommen glaubt. Die gesamte Lebenswelt ist den einzelnen Subjekten nie zugänglich. In ihr findet die Kommunikation statt, allerdings ist diese immer abhängig von der „Situation“, die die raumzeitliche Dimension mit in den Kommunikationsvorgang einbezieht. Der Kommunikationsvorgang selbst findet also thematisch begrenzt auf ein Thema der objektiven, subjektiven oder sozialen Lebenswelt statt, während er gleichzeitig zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort stattfindet. Diese zusätzliche Begrenzung ist notwendig um die Lebenswelt weiter zu definieren. Während des Kommunikationsvorganges ändert sich die Situation in Raum und Zeit ständig. Dadurch ist auch, wie oben angedeutet, die Lebenswelt ständig im Fluss, da die Akteure im Laufe der Kommunikation (also in der zeitlichen Dimension) neue Erfahrungen machen. Gleichzeitig kann sich auch der Schauplatz der Kommunikation ändern, was einer Änderung der räumlichen Dimension entspricht. Auch dabei können neue Erfahrungen gemacht werden. Die Dimensionen der Lebenswelt sind konzentrisch auf sozialer Ebene von intim bis anonym, auf räumlicher Ebene von erreichbar bis unerreichbar, auf zeitlicher Ebene von der Gegenwart in die Zukunft bzw. Vergangenheit zunehmend diffuser (für ein exemplarisches Beispiel: Habermas S.186/187). „In gewisser Weise ist die Lebenswelt, der die Kommunikationsteilnehmer angehören, stets präsent; aber doch nur so, dass sie den Hintergrund für eine aktuelle Szene bildet“ (ebd. S.188). Wir „können [...] uns die Lebenswelt durch einen kulturell überlieferten und sprachlich organisierten Vorrat an Deutungsmustern repräsentiert denken.“ (ebd. S.189). Dieses Grundprinzip der Lebenswelt geht auf Schütz und Luckmann zurück und wird im wesentlichen von Habermas beibehalten. Er ändert jedoch die Perspektive kontinuierlich und beschreibt so eine jeweilige Verkürzung wenn sie mit dem Anspruch gesehen wird, die „Gesellschaft als Lebenswelt“ zu konzipieren (vgl. Habermas 1995, S.210). Mit dem ursprünglichen phänomenologischen Konzept (kommunikationstheoretisch interpretiert, vgl. ebd.) von Schütz und Luckmann konstatiert Habermas eine „kulturalistische Verkürzung“. Durch diese Verkürzung stellt sich das kommunikative Handeln als „Interpretationsmechanismus“ dar, „über den sich kulturelles Wissen reproduziert. Die Reproduktion der Lebenswelt besteht wesentlich in einer Traditionsfortsetzung und -erneuerung, die sich zwischen den Extremen der bloßen Fortschreibung von und eines Bruches mit Traditionen bewegt.“ (ebd.). Kommunikatives Handeln ist aber mehr als das. Durch Kommunikation entsteht auch eine Identität bei den Teilnehmern sowie eine Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen. Es wird also nicht nur kulturelles Wissen auf seine Gültigkeit im Hinblick auf seine Angemessenheit innerhalb der sozialen Gruppe überprüft, sondern sie Bestätigen oder negieren auch die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen und führen damit für das Individuum zur Ausbildung und Verfeinerung der eigenen Identität. Wird der Lebensweltbegriff in diese Richtung interpretiert, so erfährt er nach Habermas eine „institutionalistisch oder sozialisationstheoretisch verengte Fassung“ (ebd. S.211). Dieses Schema geht auf Durkheim, bzw. in der Moderne auf Parsons, zurück. Schließlich kann das Konzept der Lebenswelt auch vom Standpunkt der „Vergesellschaftung von Individuen verkürzt werden. Hierbei gerät wiederum die Gruppe aus dem Fokus und der Kommunikationsprozess in der Lebenswelt dient nur noch dem Indiviuum zur Anpassung oder Abgrenzung von Gruppennormen. Begriffe wie „Rollenspiel, Rollenübernahme, Rollenentwurf usw.“ (ebd. S.212) spielen dabei eine entscheidende Rolle. Diese Perspektive geht nach Habermas auf Vertreter des symbolischen Interaktionismus wie Mead, Blumer oder Rose zurück und führt zur „Sozialpsychologie“. Für Habermas sind alle drei Sichtweisen gleichberechtigt. Sie alle beleuchten Prozesse innerhalb des kommunikativen Handelns, die der Reproduktion von Ressourcen dienen, welche für das menschlichen Zusammenleben unerlässlich sind. Die kulturelle Reproduktion stellt sicher, dass der Anschluss an kulturelles Wissen und Traditionen einerseits bruchlos in einer „Geschichte“ der Gesellschaft aufgeht, aber andererseits eine Flexibilität erhalten bleibt, welche die Gesellschaft im Rahmen dieser Geschichte bruchlos auf neue Einflüsse von außen reagieren lassen kann. Die Ressource, die hier erzeugt oder bei versagen verknappt wird, nennt Habermas „Sinn“. Die soziale Integration erzeugt kohärente Normen und Regeln, welche wiederum flexibel genug sein müssen, damit die Gruppe angemessen auf neue Situationen reagieren kann. Andererseits wird durch diese Normen die Gruppe definiert und integriert. Hier entsteht (oder verknappt) „gesellschaftliche Solidarität“. Wenn es letztlich um die „Sozialisation der Angehörigen einer Lebenswelt“ (ebd. S.213) geht, dann werden „generalisierte Handlungsfähigkeiten“ geschaffen und letztlich werden die individuellen Eigenschaften an die Gruppe angepasst. Hier wird sichergestellt, dass das Individuum und die Gruppe in einer gewissen Harmonie zusammen existieren können. Dieser Aspekt der kommunikativen Handlung stellt (oder verknappt) nach Habermas die Ressource „Ich-Stärke“ her. Um dieses Konzept des kommunikativen Handelns auf die Gesellschaft zu übertragen nutzt Habermas die Luhmannsche Systemtheorie. (Dieser Abschnitt orientiert sich an: Habermas, Jürgen (1995): Theorie des kommunikativen Handelns. Band 2, Suhrkamp, Frankfurt a.M., S.183-213)
5. Die Systemtheorie als „Brücke“ zwischen Individuum und Gesellschaft
Habermas siedelt die Systemtheorie implizit bereits in seiner Theorie des kommunikativen Handelns an, kann sie aber letztlich als Brücke zu einer ganzheitlichen Gesellschaftstheorie nutzen. Er sieht die Lebenswelt als Umwelt für mehrere Subsysteme. „Persönlichkeitssysteme bilden nach dieser Vorstellung, ebenso wie auf einer anderen Ebene Persönlichkeits- und Gesellschaftssysteme, Umwelten füreinander“ (Habermas, S.197). Die Lebenswelt als flexibles „Metasystem“ kann dabei als „Spielfeld“ für die Interaktionen zwischen den Subsystemen fungieren. So kann die Innenwelt eines Subjektes (also meine ganz Persönliche Gedankenwelt) als Subsystem innerhalb der formalen Dimensionen (Objektiv, Sozial, Subjektiv, s.O. ) fungieren, also praktisch während eines „internen“ Kommunikationsvorganges. Gleichzeitig können einzelne Subjekte als Subsysteme innerhalb der Umwelt einer grösseren Gruppe fungieren. Dabei „reagieren“ System und Umwelt, ganz im Sinne Luhmanns bzw. Meads, jeweils auf den Gegenspieler. Dieses Spiel lässt sich letztlich bis in die Gesellschaft als ganzes fortsetzen und kann theoretisch auch zwischen einzelnen Gesellschaften und der „Weltgesellschaft“ als Umwelt „gespielt“ werden. Habermas Intention bei seiner Lesart ist es, den Kommunikationsprozess als „internen Prozess“, welcher in seiner Handlungstheorie (s.O.) hinreichend beschrieben wurde, für externe Probleme zu öffnen. Um auf die Reaktionen der einzelnen Aktoren auf diese externen Anpassungszwänge erklären zu können, braucht Habermas die Luhmannsche Systemtheorie, denn nach seiner „Theorie des kommunikativen Handelns“ beschränken sich die Mechanismen der einzelnen Akteure (oder: Subsysteme) auf sprachlich organisierte Kommunikationsformen, die sich zum Großteil innerhalb dieser Systeme abspielen. Allerdings gibt es auch außerhalb der einzelnen Akteure Einflussgrößen, die sich nicht unter das Label der „Kommunikationsprozesse“ subsummieren lassen, da sie nicht von einem spezifischen Subsystem kontrolliert werden können. Besonders bei komplexen Mechanismen gewinnt dieser Aspekt an Bedeutung als Beispiel wird bei Preglau die „unsichtbare Hand“ des Marktes angeführt (vgl. Preglau 1995, S.223). Die Systemtheorie dient also dazu, „das zu erfassen, was sich mit handlungstheoretischen Mitteln allein nicht fassen lässt: das Problem der Bestandserhaltung der Gesellschaft in einer komplexen Umwelt; die Beiträge, die soziale Strukturen und Prozesse zur Sicherung des Bestandes der Gesellschaft in ihrer Umwelt leisten; die Gliederung des Systems in gleichartige und verschiedenartige Teile (Differenzierung) , durch die seine Fähigkeit zur Bestandserhaltung gesteigert wird; und schließlich die Mechanismen, die, zusätzlich und neben dem „Versändigungsmechanismus“, die Koordination von Einzelhandlungen bzw. von Systemteilen bewerkstelligen: die der Systemintegration dienenden Interaktions- oder Steuerungsmedien (z.B. Geld, Macht)“ (ebd.). Konsequenterweise reicht auch die Systemtheorie nach Habermas nicht aus um die hochkomplexen Vorgänge in der Gesellschaft zu erklären. Insbesondere lehnt er die „Selbststeuerung“ (Autopoiesis) der Systemtheorie ab. Bei der internen Perspektive vom Individuum aus (die in der funktionalistischen Systemtheorie so nicht existiert), greift Habermas wiederum auf seine oben erläuterte Handlungstheorie (Abschnitt 4) zurück. (vgl. Preglau 1995, S.222-224; Habermas 1995, S.196f)
6. Habermas’ Gesellschaftstheorie
Ausgehend von diesen beiden Aspekten (Handlungs- und Systemtheorie) baut Habermas auch seine Gesellschaftstheorie als zweistufige Ordnung auf und begreift sie „als systemisch stabilisierte Handlungszusammenhänge sozial integrierter Gruppen“ (Habermas 1981b, S.228 in: Preglau 1995, S.224). Nach Habermas findet die gesellschaftliche Entwicklung in Form einer Ausdifferenzierung zwischen System und Lebenswelt statt. Der Ursprung dieser Entwicklung liegt in der kleinsten denkbaren Gruppe: Der Familie bzw. dem Stamm. Hier sind System und Lebenswelt noch ungeschieden, da es nur eine soziale Einheit gibt, in welcher das gesamte Arbeits- und Privatleben stattfindet. Mit technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen geht dann eine Ausdifferenzierung von Handlungsfeldern einher, die bis zu autonomen sozialen System reicht, welche in der modernen Gesellschaft unterschiedliche Lebensbereiche unabhängig kontrollieren. Dadurch kommt es zur „Entkopplung von System und Lebenswelt“ (ebd.). Während die Systeme der Wirtschaft und Verwaltung im wesentlichen mit dem Ziel der Rationalität ausdifferenziert werden, wird die Lebenswelt, zusehends komplexer und diffuser. Allerdings bleibt eine grundlegende Abhängigkeit bestehen. Einerseits ist der Systembereich auf die normierende, legitimierende und motivierende Funktion der Lebenswelt angewiesen um die Mitglieder der Gesellschaft als Wähler, Arbeiter oder Angestellte gewinnen zu können, andererseits bedarf die Lebenswelt des Systembereiches um Zugriff auf die materiellen Güter zu haben, die dort produziert werden und letztlich dem Erhalt der Gattung dienen. Wenn die entsprechenden Systeme zu autonom und komplex werden, kann es passieren, dass sie miteinander in Konflikt geraten. (vgl. Preglau 1995, S.224-228)
7. Habermas und Marx – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Dies passiert, z.B., wenn der Systembereich den Lebensweltbereich „kolonialisiert“, wenn also die systemischen Restriktionen auf die normierenden Mechanismen der Lebenswelt zugreifen. Dies ist laut Habermas im Frühkapitalismus der Fall gewesen. Insoweit weist seine Gesellschaftstheorie mit der Analyse durch Marx durchaus signifikante Parallelen auf. So sehen beispielsweise Marx wie Habermas die Entwicklung vom Bereich der materiellen Reproduktion aus, bzw. bei Marx von der „ökonomischen Basis. Auch der Widerspruch zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen lässt sich in der Lebenswelt wiederfinden. Habermas geht davon aus, dass die Organisationsweise einer Gesellschaft ihre Produktivkräfte begrenzt. Der „Klassenkampf“ lässt sich bei Habermas in Form der angedeuteten Konflikte zwischen System und Lebenswelt bzw. zwischen Herrschenden und Beherrschten wiederentdecken. Letztlich gibt es auch bei Habermas eine mehr oder minder festgelegte Evolution der Gesellschaft durch die kontinuierliche Ausdifferenzierung der einzelnen Subsysteme. Aber: Bei Habermas spielen in Bezug auf die Entwicklungsursprünge in der materiellen Reproduktion prinzipiell offene, individuelle Lernprozesse im Gegensatz zu Marx Determinismus die entscheidende Rolle. Der Wiederspruch zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen löst sich bei Habermas nicht durch den technischen Fortschritt sondern im Bereich des „moralisch-praktischen“ durch eine Änderung des Organisationsprinzips der Gesellschaft. Der Klassenkampf muss sich bei Habermas nicht notwendigerweise gewaltsam entladen. Das tut er nur, wenn auf kooperativer Basis kein dialogischer Konsens zwischen den Kontrahenten gefunden wird. Auch hier argumentiert Habermas also antideterministisch. Letztlich gibt es bei Habermas keine feste Abfolge von Gesellschaftsformen. Er geht zwar von einer Entwicklung aus, diese kann aber ebenfalls Ergebnisoffen sein, d.h. er geht auch von der Möglichkeit eines Rückfalls in frühere Gesellschaftsformen oder einer Stagnation aus. Marx‘ Theorie ist also deterministisch geprägt, während Habermas‘ Theorie offen angelegt ist. (vgl. diesen Abschnitt: Preglau 1995, S.228)
8. Die Bedeutung Habermas’ Werk
Der Wert der oben beschriebenen Theorien lässt sich schon an den Kontroversen der letzten Jahrzehnte ablesen. Angefangen mit seinem Lehrer Horkheimer, mit dem er sich in Zusammenhang mit seiner politischen Aktivität 1961 überwarf (und damit schon den Positivismusstreit andeutete), über den Positivismusstreit selbst bis zum Historikerstreit, ist Habermas bis heute, ganz im Sinne der kritischen Theorie, als kontroverser Querdenker bekannt. Dabei führte er seine Diskurse immer nach den Maßgaben seiner eigenen Theorie auf einer fairen Ebene und konnte die Erkenntnisse dieser Auseinandersetzungen für die Weiterentwicklung oder teilweisen Revidierung seiner Theorien nutzbar machen. Auf diese Weise hat er selbst ein komplexes System geschaffen, das in sich selbst logisch, aber dennoch offen ist. Es ist ihm also gelungen die Gesellschaft als ganzes zu betrachten und sie, durch die Integration der Systemtheorie, „systemisch“ bis auf eine intraindividuelle Ebene herunterzubrechen. Damit lässt sich diese Theorie als integrativ (Einbindung von Aspekten der Psychoanalyse, der Phänomenologie, der Sozialpsychologie, der Theorien Marx’ und, als verbindendes Element, der funktionalen Systemtheorie), umfassend und offen beschreiben. Die kritische Theorie sollte daher auch nicht als abgeschlossen betrachtet werden, sondern als „lebendiges“, sich entwickelndes und offenes „System“.
9. Wichtige Autoren
Adorno, Horkheimer, Marcuse (Frankfurter Schule – Kritische Theorie) Freud (Psychoanalyse – Handlungstheorie) Luckmann, Husserl, Schütz (Phänomenologie – Entwicklung des Lebensweltbegriffes – Handlungstheorie) Parsons, Mead (Sozialpsychologie, Psychologie – Handlungstheorie) Luhmann (Systemtheorie – Handlungstheorie – Gesellschaftstheorie) Marx (Gesellschaftstheorie)
10. Veröffentlichungen Habermas’
- Das Absolute und die Geschichte. Von der Zwiespältigkeit in Schellings Denken (Diss.), Bonn 1954. ASIN B0000BIXRS.
- Student und Politik. Eine soziologische Untersuchung zum politischen Bewußtsein Frankfurter Studenten (zus. mit L. v. Friedeburg, Ch. Oehler und F. Weltz), Neuwied 1961. ASIN B0000BODJX.
- Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft (Habil.), Neuwied 1962 (Neuaufl.: Frankfurt am Main 1990), ISBN 3-518-28491-6.
- Theorie und Praxis. Sozialphilosophische Studien, Frankfurt am Main 1963. ISBN 978-3518278437.
- Erkenntnis und Interesse, Frankfurt a.M. 1968. (Mit einem neuen Nachwort, 1994) ISBN 3-518-06731-1.
- Technik und Wissenschaft als „Ideologie“, Frankfurt am Main 1968, ISBN 3-518-10287-7.
- Protestbewegung und Hochschulreform, Frankfurt am Main 1969. Broschiert in 2008: ISBN 978-3518419847.
- Zur Logik der Sozialwissenschaften, [zuerst Beiheft 5 der Philosophischen Rundschau, Tübingen 1967] Frankfurt am Main 1970 (5., erw. Aufl. 1982), ISBN 3-518-28117-8.
- Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie. Was leistet die Systemforschung? (zus. mit Niklas Luhmann), Frankfurt a.M. 1971. ISBN 978-3518063583.
- Philosophisch-politische Profile, Frankfurt a.M. 1971 (erw. 1991). ISBN 978-3518282595.
- Kultur und Kritik. Verstreute Aufsätze, Frankfurt a.M. 1973. ISBN 978-3518366257.
- Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus, Frankfurt a.M. 1973, ISBN 3-518-10623-6.
- Zur Rekonstruktion des Historischen Materialismus, Frankfurt a.M. 1976, ISBN 3-518-27754-5.
- Politik, Kunst, Religion. Essays über zeitgenössische Philosophen. Stuttgart 1978, ISBN 3-15-009902-1.
- Theorie des kommunikativen Handelns (Bd. 1: Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung; Bd. 2: Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft), Frankfurt a.M. 1981, ISBN 3-518-28775-3.
- Kleine politische Schriften I-IV, Frankfurt a.M. 1981. ISBN 978-3518565605. 2001: ISBN 978-3518065617.
- Moralbewußtsein und kommunikatives Handeln, Frankfurt a.M. 1983, ISBN 3-518-28022-8.
- Die neue Unübersichtlichkeit. Kleine Politische Schriften V, Frankfurt a.M. 1985, ISBN 3-518-11321-6.
- Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt a.M. 1984. ISBN 978-3518287767.
- Eine Art Schadensabwicklung. Kleine Politische Schriften VI, Frankfurt/a.M. 1987. ISBN 978-3518114537.
- Nachmetaphysisches Denken. Philosophische Aufsätze, Frankfurt/a.M. 1988. ISBN 978-3518286043.
- Der philosophische Diskurs der Moderne, Frankfurt a.M. 1985, ISBN 3-518-57722-0.
- Die nachholende Revolution. Kleine politische Schriften VII, Frankfurt a.M. 1990. ISBN 978-3518116333.
- Die Moderne – Ein unvollendetes Projekt. Philosophisch-politische Aufsätze, Leipzig 1990. ISBN 978-3379006583.
- Erläuterungen zur Diskursethik, Frankfurt a.M. 1991. ISBN 978-3518285756.
- Texte und Kontexte, Frankfurt a.M. 1991. ISBN 978-3518285442.
- Vergangenheit als Zukunft? Das alte Deutschland im neuen Europa? Ein Gespräch mit Michael Haller, Zürich 1991. ISBN 978-3858422514.
- Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates, Frankfurt a.M. 1992, ISBN 3-518-28961-6.
- Die Normalität einer Berliner Republik. Kleine Politische Schriften VIII,Frankfurt a.M. 1995. ISBN 978-3518119679.
- Die Einbeziehung des Anderen. Studien zur politischen Theorie, Frankfurt a.M. 1996, ISBN 3-518-29044-4.
- Vom sinnlichen Eindruck zum symbolischen Ausdruck. Philosophische Essays, Frankfurt a.M. 1997, ISBN 3-518-22233-3.
- Die postnationale Konstellation. Politische Essays, Frankfurt a.M. 1998. ISBN 978-3518120958.
- Wahrheit und Rechtfertigung. Philosophische Aufsätze, Frankfurt a.M. 1999. ISBN 978-3518293232.
- Zeit der Übergänge. Kleine Politische Schriften IX, Frankfurt a.M. 2001. ISBN 978-3518122624.
- Die Zukunft der menschlichen Natur. Auf dem Weg zu einer liberalen Eugenik? , Frankfurt/a.M. 2001. ISBN 978-3518293447.
- Kommunikatives Handeln und detranszendentalisierte Vernunft, Reclam Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-15-018164-X.
- Der gespaltene Westen. Kleine politische Schriften X, Frankfurt a.M., 2004, ISBN 3-518-12383-1.
- Zwischen Naturalismus und Religion. Philosophische Aufsätze, Frankfurt a.M. 2005, ISBN 3-518-58447-2.
- Ach, Europa. Kleine politische Schriften XI. Frankfurt am Main 2008, ISBN 3-518-12551-6.
Quelle der Literaturliste: wikipedia
11. Für diesen Artikel verwendete Literatur:
- Habermas, Jürgen (1995): Theorie des kommunikativen Handelns. Band 2, Suhrkamp, Frankfurt/Main, S. 182-213. (Abschnitte 4 und 5)
- Preglau, Max: Kritische Theorie: Jürgen Habermas. In: Morel, Julius u.a. (Hrsg.) 1995: Soziologische Theorie. Abriß der Ansätze ihrer Hauptvertreter. Oldenbourg Verlag, München, S.212-236. (Abschnitte 2,3,5,6,7)
- Wikipedia: Artikel über Jürgen Habermas (Kurzbiographie, Literaturliste)
Verfasser: Stephan Altrogge