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Grice stellt vier Konversationsmaximen auf (Grice 1993: 249f.).
1. Maxime: Mache deinen Gesprächsbeitrag so informativ wie (für die gegebenen Gesprächszwecke) nötig.
2. Maxime: Mache deinen Beitrag nicht informativer als nötig.
Obermaxime: Versuche deinen Beitrag so zu machen, dass er wahr ist.
1. Maxime: Sage nichts, was du für falsch hältst.
2. Maxime: Sage nichts, wofür dir angemessene Gründe fehlen.
1. Maxime: Sei relevant.
Obermaxime: Sei klar/deutlich.
1. Maxime: Vermeide Dunkelheit des Ausdrucks.
2. Maxime: Vermeide Mehrdeutigkeit.
3. Maxime: Sei kurz (vermeide unnötige Weitschweifigkeit).
4. Maxime: Der Reihe nach!
Die Konversationsmaximen stehen im Einklang mit dem Kooperationsprinzip. Sie stehen laut Grice in spezifischer Beziehung zu dem besonderen Zweck, den Grice der Rede (als Spezialfall zweckhaften, rationalen Verhaltens) zuordnet, nämlich dem maximal effektive Informationsaustausch.
Nicht nur aus sozial erlernter Gewohnheit heraus halten wir uns an das Kooperationsprinzip und seine Konversationsmaxime, sondern vor allem, weil es vernünftig ist (Grice 1993: 251 ff.). Grice zieht folgenden Schluss:
„Wem es um die für Konversation/Kommunikation zentralen Ziele geht (beispielsweise Informationen geben und empfangen, beeinflußen und von anderen beeinflußt werden), dem muß – passende Umstände vorausgesetzt – ein Interesse daran unterstellt werden, an einem Gespräch teilzunehmen, das nur von Gewinn sein wird, falls es in allgemeiner Übereinstimmung mit dem KP und den Maximen verläuft.“(Grice 1993: 253)
Das Kooperationsprinzip und seine Maxime strukturieren bzw. ordnen konkrete Kommunikationshandlungen in Hinblick auf ihre spezifischen und speziellen wie auch allgemeinen Zwecke bzw. Ziele. Daneben stellen sie aber auch die vorauszusetzenden Bezugspunkte für die Generierung sprecher- bzw. situationsspezifischer Äußerungsbedeutungen, sowie deren Deutung durch die Adressaten, innerhalb einer konkreten Kommunikationssituation dar: Sie sind Bezugspunkte für die Entstehung und Identifizierung von Implikaturen, konversationale.
Grice, Herbert P. (1993): Logik und Konversation. S. 243-265 in: Meggle, Georg (Hrsg.): Handlung, Kommunikation, Bedeutung. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
Autor: Bianca Spans