Vermerk im Kowiki Münster: [angelegt von Felix Nathanson, Arbeitsgruppe "Online-Kommunikatoren" (Seminar "Weblogs & Wikis", Neuberger). Geplanter Beitrag: Absatz "Ausbildung". �?nderungen bitte mit mir abgleich, falls möglich offline...]
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Der Online-Jounalismus, und damit einhergehend das Berufsbild des Online-Journalisten hat sich in seinen Anfängen vor allen als Ableger klassischer Massenmedien gebildet. Internetspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten wurden zunächst entweder aus anderen Bereichen in den Beruf eingebracht, etwa aus dem Aufbau privater Webpages, oder "by doing" erworben. Da die Inhalte zu Anfang vor allem aus Zusatzangeboten zu oder aus direkter �?bernahme von Inhalten eines Muttermediums bestanden, lag der Schwerpunkt auf Fähigkeiten zur technischen Umsetzung, wie Kenntnissen der HTML-Programmierung. Ein eigenes journalistisches Berufsbild, das statt Nachrichtenrecycling mediengerechte Inhalte speziell für das world wide web produzierte, bildete sich erst allmählich heraus. Damit einhergehend entstand die Nachfrage nach spezialisierten Ausbildungwegen.
Mit der Ausweitung von www-Angeboten, rasch steigenden Nutzerzahlen und der Etablierung unabhängiger Online-Angebote ging eine allmähliche Professionalisierung des Tätigkeitsbereichs einher. Es entstanden neue Berichterstattungsmuster und Darstellungsformen, angepasst an die zentralen Merkmale Interaktivität, Multimedialität, Aktualität und Hypertextualität. Darüber hinaus entwickelten sich zahlreiche neue Angebote im Servicebereich. Damit einhergehend mussten Trennungsnormen zwischen journalistischen Qualitätsansprüchen und ökonomischen Interessen gefunden werden.
(...)
Die 2002 an der TU Ilmenau entstandene Studie Online-Journalismus in Deutschland und den USA von Martin Löffelholz et. al. ergab bezüglicher der Aneignung spezifischer Kenntnisse für den Onlinejournalismus im Kernbereich derjenigen Journalisten, die hauptberuflich und auschlie�?lich im Online-Bereich tätig sind, folgende Verteilung (Löffelholz 2004:8):
| während der Arbeit selbst beigebracht | 81,1 |
| in der Freizeit selbst beigebracht | 54,7 |
| über Weiterbildungsma�?nahmen | 34,0 |
| über Volontariat bei traditionellen Medien | 28,3 |
| über ein Hochschulstudium | 20,8 |
| über sonstige betriebliche Ausbildung | 7,5 |
| über Volontariat bei Onlinemedien | 9,4 |
(Angaben in %, Mehrfachnennungen möglich)
Es zeigte sich also selbst im Kernbereich des Berufsfelds eine relativ geringe Professionalisierung.
Es zeichnet sich ab, dass technische Fähigkeiten und Tätigkeiten gegenüber klassischen journalistischen Tätigkeiten zunehmend in den Hintergrund treten, so "...muss die Annahme eines interaktiven, technikzentrierten Online-Journalismus, wie er noch Mitte der neunziger Jahre postuliert wurde, empirisch eher als Marginalie bewertet werden; die entsprechenden Tätigkeiten spielen für die meisten Online-Journalisten eine untergeordnete Rolle. (Löffelholz 2004: 12)
Seit dem 1. Januar 2007 firmiert die Journalistenausbildung beim Axel-Springer-Verlag unter dem Namen Axel-Springer-Akademie. Vorläufer der Akademie ist die 1986 gegründete Journalistenschule Axel Springer, deren Aus- und Fortbildungsprogramm neu strukturiert und vor allem im Bereich der neuen Medien stark ausgebaut wurde.
(meine tempörären hilfen... bitte stehen lassen, danke.)