Transzendentalphilosophie

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Die Transzendentalphilosophie geht zurück auf den Philosophen Kant. „Transzendental“ bedeutet soviel wie „Bedingung der Möglichkeit von etwas“. Die Transzendentalphilosophie geht von etwas Gegebenen aus und versucht herauszufinden, was alles ebenfalls gegeben sein muss, damit das untersuchte Phänomen existiert.

So geht Kant davon aus, dass es Erfahrung (bzw. Erfahrungswissenschaften) gibt, und versucht dann herauszufinden, was die Voraussetzungen für die Möglichkeit von Erfahrung ist. Kant unterscheidet dabei zwischen den Dingen, die wir aus der Erfahrung wissen (a posteriori) und demjenigen Wissen, dass jemand unabhängig von der Erfahrung (a priori) haben muß. Nach Kant müssen wir für Erfahrungswissenschaften bestimmte Denkprinzipien (Kategorien) und bestimmte von der Erfahrung unabhängige Wahrheiten ("synthetische Sätze a priori") voraussetzen. Somit behauptet Kant:

1. Es gibt wissenschaftliche Erfahrung 2. Wenn es wissenschaftliche Erfahrung gibt, muss es auch Kategorien und 'synthetische Sätze a priori' geben. => Es gibt Kategorien und synthetische Sätze a priori.

Allgemein lautet ein transzendentales Argument also:

1. Es gibt x. 2. Y ist die notwendige Bedingung der Möglichkeit von x. 3. Also gibt es y.

Der Vorteil der Transzendentalphilosophie besteht darin, dass sie versucht, von harmlosen Voraussetzungen auszugehen ("Menschen haben Erfahrungen") um anschließend mit einer Bedingungsanalyse tiefere Wahrheiten und Zusammenhänge herauszufinden. Transzendentale Argumente spielen in der modernen Diskussion insbesondere in der so gennanten Transzendentalpragmatik (Apel) und auch in modernen Erkenntnistheorien (Strawson) eine Rolle.


Literatur

- Apel, K.-O., Transformation der Philosophie, Frankfurt a. Main, 1994

- Kant, I, Die Kritik der reinen Vernunft, Hrsg. von Wilhelm Weischedel, Frankfurt a. M., 1995

- Ludwig, R., Kant für Anfänger. Die Kritik der reinen Vernunft, München, 1995

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