Unternehmenskultur

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Mit dem Begriff der Unternehmenskultur ist die Idee verbunden, Organisationen als Kulturgemeinschaften zu betrachten. Und zwar geht man davon aus, dass in Organisationen geteilte Wert- und Orientierungsmuster existieren, die sich historisch entwickelt haben.

"Organisationen, so die Idee, entwickeln eigene unverwechselbare Vorstellungs- und Orientierungsmuster, die das Verhalten der Mitglieder nach innen und außen auf nachhaltige Weise prägen" (Schreyögg: 1996: 437).

Nach Georg Schreyögg lassen sich sechs Kernmerkmale von "Unternehmenskultur" identifizieren:

1. Sie sind implizit:

Als vertraute Alltagspraxis und selbstverständliche Annahmen liegen sie dem täglichen Handeln zugrunde. Sie werden in der Regel nicht hinterfragt.

2. Kollektiv:

Die Orientierungen, Werte und Handlungsmuster werden geteilt. Sie prägen das Handeln des Einzelnen und machen das organisatorische Handeln bis zu einem gewissen Grade einheitlich und kohärent.

3. Konzeptionell:

Sie vermitteln Sinn und Orientierung, indem sie Deutungsmuster bereitstellen und Reaktionsweisen durch Handlungsprogramme vorstrukturieren.

4. Emotional:

Sie prägen nicht nur analytisch, sondern ganzheitlich indem sie normieren, was geliebt und was gehaßt wird, was angenehmen und was unangenehm ist usw. 5. Historisch:

Sie sind das Ergebnis von Lernprozesse im Umgang mit Problemen aus der Umwelt. Bevorzugte Wege des Denkens und Handelns, die in der Vergangenheit erfolgreich waren bilden einen kollektiven Wissensvorrat, der sich in den Normen und Werten manifestiert. Da der Lernprozess nie abgeschlossen ist, befinden sich Unternehmenskulturen, ständig im Wandel. (vgl. ebd.)

Literatur:

Schreyögg, Georg : Organisation .- 3., überarb. und erw. Aufl. . - Wiesbaden : Gabler , 1999

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